Adventkalender 2017

Wir wünschen Ihnen allen eine möglichst friedvolle und gesegnete Adventszeit 2017, in Vorfreude und Vorbereitung auf die Geburt unseres Herrn Jesus Christus.

Der Adventkalender ist eine schöne - ursprünglich - protestantische Tradition aus dem 19. Jahrhundert. Es gibt Adventkalender in den verschiedensten und sehr kreativen Formen. Das Ziel ist aber immer das gleiche, nämlich sich auf Weihnachten 24 Tage vorzubereiten.

Nachfolgend finden Sie - an jedem der 24 Tage vor Weihnachten aktualisiert - Gedanken zur Adventszeit und persönliche Zeugnisse und Berichte von geflüchteten Personen, denn Herbergssuche und Flucht sind typisch adventliche und weihnachtliche Motive.

Maria und Josef finden in Bethlehem keinen Platz in einer Herberge, daher wird Jesus in eine Krippe gelegt (vgl. Lk 2,7). Auch von der Flucht von der Familie von Jesu vor den Schergen des Herodes nach Ägypten wird in den weihnachtlichen Tagen berichtet (vgl. Mt 2,13-18). Quelle: Pfarrnetzwerk Asyl    

Samstag, 16. Dezember 2017

Hallo!

Ich heiße S., bin 13 Jahre alt und komme aus Syrien. Seit etwas mehr als 2 Jahren lebe ich in Wien.

Das Leben in Österreich ist schön, einfacher, aber manchmal auch schwierig: dann, wenn man keine Arbeit finden kann, oder wenn die anderen uns anschauen, weil wir Asylwerber sind.

Aber in Wien gibt es sehr viele liebe Leute, die uns geholfen haben. Wir konnten viele neue Freunde und Leute kennenlernen, die aus Syrien und aus Österreich kommen. Die deutsche Sprache war für uns schwierig zu lernen. Ich dachte, ich werde die Sprache nie in meinem Leben lernen. Aber mit der Zeit war es einfacher. Meine Eltern können bis heute kaum Deutsch, weil sie die deutsche Sprache schwer finden, aber ich glaube, sie werden sie auch mit der Zeit lernen.

In der Schule war es zuerst nicht leicht, den Unterricht zu verstehen. Aber ich habe eine sehr liebe Klasse, die mir geholfen hat, und zwei liebe Lehrerinnen, die mir sehr viel bedeuten. Und nicht zu vergessen der Herr Direktor: er hat sehr viele Dinge für mich gemacht.

Ich wünsche, dass alle Österreicher uns lieben und Respekt haben, und dass die Politiker manche Gesetze einfacher machen.

S. aus Syrien

©Fotolia_Rawpixel.com

Freitag, 15. Dezember 2017

1.) Was haben Sie/Was hast Du in Österreich/Europa erlebt?

Sicherheit und warme Beziehungen der Österreicher.

2.) Was hat Ihnen geholfen, hier anzukommen und Fuß zu fassen?

Wir kamen nach Österreich der Sicherheit wegen. Es hat nicht geklappt, wegen des Dublin-Abkommens.

3.)Was behinderte Sie/Dich?

Wir werden durch die Tatsache behindert, dass der österreichische Migrationsdienst uns nicht akzeptiert, weil wir in Polen Dublin- Fingerabdrücke abgegeben haben.

Wir wurden daran gehindert, in Österreich nach der Entscheidung des Bundes-Asylzentrums (Verfassungsgericht) zu bleiben, aufgrund der Fingerabdrücke in Polen. 

4.) Was möchten Sie uns Einheimischen und Verantwortungsträgern sagen?

Wir möchten die Bewohner von Österreich (Pillichsdorf) und den Migrationsdienst bitten, unsere Familie zu akzeptieren, wie es unsere Kinder wollten, um in Pillichsdorf zur Schule zu gehen, wenn möglich!!

Unsere Unterkunft in Österreich hatte keine Lebensbedingungen, es gab keinen einzigen Appell an die Caritas, sie haben diese Mängel in dieser Unterkunft nicht beseitigt.

Wir danken den Bewohnern von Pillichsdorf und vor allem dem “Café Uno” für ihre Hilfe, auch allen Lehrern und den warmen Beziehungen zu den Kindern. Danke an Steffi, Regina, Tania, den Flüchtlingshilfeverein, Milena, Brigitte, Ulli und vor allem Günter.

Mit besten Wünschen, Familie Kostoyev aus Russland

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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ich habe hier ein gutes Leben. Weg von der Gefahr.

Ich wohne im Feuerwehrhaus im Kahlenbergerdorf. Ich habe zugehört, ich habe angefasst und ich sehe, dass es hier Freundlichkeit, Helligkeit und Ehrlichkeit gibt.

Menschen helfen mir beim Deutschlernen. Es gibt eine gute Schule für meine Kinder, einen Arzt, der meine Sprache spricht, und Dolmetscher.

Ich danke allen Menschen in Österreich und ich hoffe, ein guter Bürger Österreichs zu sein.

Ein Flüchtling aus dem Iran

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ich habe in Österreich die neue Kultur und viele nette Menschen getroffen sowie kennengelernt. Obwohl ich mit der Sprache viele Schwierigkeiten hatte und lange auf meinen Aufenthaltszettel warten musste, gab es viele Menschen, die mir dabei halfen. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bedanken für alle, die mir geholfen haben, sowie bei denen, die mir täglich zur Seite stehen.

So bin ich von meinem Land verletzt und traurig rausgekommen mit der restlichen Hoffnung auf ein Leben ohne Krieg, ohne zu wissen, wo ich ankomme, was mich erwartet, und ob ich der Herausforderung gewachsen bin. Dann habe ich mich entschieden, nach Österreich zu fliehen. Auf dem Weg, mit einem gebrochenen Herzen durch all das, was ich zurücklassen musste, war das Schlimmste der Verlust der Heimat, von allem, was man sich aufgebaut hatte, und der Familie, mit der Ungewissheit, ob ich sie wieder sehen würde. Trotzdem fühlte ich mich gezwungen, Syrien zu verlassen.

Auf dem Weg nach Österreich schlief ich viele Nächte in Wäldern, nachdem ich zuvor in der Türkei mein ganzes Geld einem Schleuser geben musste, um Griechenland mit einem Boot erreichen zu können. Es war ein Alptraum… und ich war froh, wieder an Land zu sein. Gleichzeitig hatte ich aber Angst vor dem, was mich erwarten würde. Wie die Menschen zu mir sind, ob sie mich annehmen oder ablehnen werden. Ich war umso glücklicher, als mich die Menschen und der Staat angenommen haben und mir in jeder Lebenslage beigestanden sind. Mit ihrer Hilfe habe ich ein neues Leben sowie ein neues Lebensgefühl bekommen. Es war für mich das größte Geschenk! Ich freue mich über alles, was ich zurückgeben kann.

Ich möchte mich für die Menschlichkeit, die mir entgegengebracht wurde, bedanken, von Einheimischen sowie vom Staat durch seine Hilfe. Sie alle haben mir geholfen, ein neues Leben aufzubauen. Es ist das Wertvollste, was man hat, obwohl niemand es sich ausgesucht hat. Meine Familie und ich werden uns weiterhin bemühen, eure Kultur mehr zu verstehen, reinzukommen und die Sprache zu verstehen.

Ich bedanke mich bei all denen, welche mir auch weiterhin helfen werden oder geholfen haben.

Ich erhoffe mir, bald als Künstler meinen Beruf ausüben und somit mit euch teilen zu können.

Danke!

Yones Ahmed aus Syrien

©Natalia Andreichenko

Dienstag, 12. Dezember 2017

My name is Mirna. I am from Iraq but now I live in Nitra, Slovakia, as we had to leave our country. My family of 7 members – 2 brothers, 3 sisters, mom and dad – is included in an integration project realized by Peace and Good organization in cooperation with Bishop’s Office and Migration Office of Slovak Republic.

There were 8 of us but my sister got married. Together with my brother we go to gymnasium. My little sister goes to primary school. My older sister used to study in a nursing university but now she studies in Bratislava to become a translator. My older brother graduated from university to be a language teacher (Aramaic language), but he is working now as a carpenter because he didn’t find the chance to work as a teacher here. My dad is a cook working in a restaurant and my mom works as an assistant in a kindergarten.

I`ve learned Slovak in a language school in Nitra with Iraqi people for 9 months. Learning a new language was hard for us but it was even harder for older people because they couldn’t remember the words or the sentences. Me and my siblings, we can speak Slovak very well. My mom is doing her best to learn the language, but for my dad it is really hard to learn the language because of his age.

So everybody struggles and at the same time we are getting stronger fighting as a family. The only way to get over the odds is to never give up.

A family from Iraq

©Fotolia_ibreakstock

Montag, 11. Dezember 2017

Von Anfang an bis jetzt habe ich Stress und Unsicherheit. Gründe: Keine Arbeit, die Sprache….Auch sonst ist das Leben eine immer neue Herausforderung für das Überleben.

Was mir hilft: Wenn die Leute mir vertrauen - Wenn ich Freunde habe, fühle ich mich normal - Wenn ich Arbeit habe - Wenn ich ein Haus/ eine Wohnung habe. Aber Arbeit, Wohnung etc. wird mir verboten von der Behörde!

Karen A. aus Honduras

©Fotolia_Argus

Sonntag, 10. Dezember 2017 - 2. Adventssonntag

BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS ZUM 104. WELTTAG DES MIGRANTEN UND FLÜCHTLINGS 2018:

Jeder Fremde, der an unsere Tür klopft, gibt uns eine Gelegenheit zur Begegnung mit Jesus Christus, der sich mit dem aufgenommenen oder abgelehnten Gast jeder Zeitepoche identifiziert (vgl. Mt 25,35.43). Der Herr vertraut der mütterlichen Liebe der Kirche jeden Menschen an, der gezwungen ist, die eigene Heimat auf der Suche nach einer besseren Zukunft zu verlassen. Diese Fürsorge muss konkreten Ausdruck in jedem Abschnitt der Erfahrung der Flüchtlinge finden: von der Abfahrt bis zur Reise, von der Ankunft bis zur Rückkehr. Es ist eine große Verantwortung, die die Kirche mit allen Glaubenden und Menschen guten Willens teilen möchte, die gerufen sind, auf die zahlreichen durch die gegenwärtigen Flüchtlingsbewegungen hervorgerufenen Herausforderungen mit Großzügigkeit, Engagement, Klugheit und Weitblick zu antworten, jeder freilich gemäß den eigenen Möglichkeiten.

©Fotolia_eyetronic

Samstag, 09. Dezember 2017

Ich lebe im Feuerwehrhaus im Kahlenbergerdorf. In Österreich kann ich ohne Angst leben.

Alle Menschen in Österreich helfen uns und sind sehr nett, z.B. Kiki, Irmi, Brigitte und die Nachbarn.

Ich möchte einen Pass haben, eine Wohnung und Arbeit. Es behindert mich in der Integration, dass ich keine Arbeit habe

Ein Flüchtling aus dem Irak

Freitag, 08. Dezember 2017

Hello everyone, I am a girl, aged 11, from Kaipsa, Afghanistan. I am here in Greece nearly for six months.

I`ll never forget that day which I consider the darkest day of my life. I remember a few people running towards my house one night and waking us up from sleep, telling us to leave the place immediately as the Taliban have captured our place. My father had been taken under arrest for several days by the Taliban before, they slapped and tortured him. After this the life of our family was no longer safe. So my father immediately got ready and grabbed whatever he could get and ran away with the family to a different place. The journey was uncertain yet I had faith in Allah that he will bring us somewhere safe. After our two months of wandering, we finally reached Eliniko camp in Greece and stayed for nearly two months. But life in the camp was not pleasant. Yet we were adjusting to a life that was much better than in Afghanistan. One day someone told us about JRS (Jesuit Refugee camp) and my father came to ask for shelter in JRS. Fr. Maurice, the director, was very kind towards us and gave us the place to stay. I love JRS because I have learned lots of things, like yoga, art and craft, language classes such as English, Greek and German. They provide selfless service towards needy people and other refugees who are like me. JRS has implanted in me a ray of hope to dream of a better future. I am privileged to go to a Greek school to continue my schooling. We go to the school along with the Greek students and I feel happy because I am able to mingle with them and make friends. I am thankful to JRS, specially to Fr. Maurice and all the sisters with whom I spend my maximum time for their love, care, and healing touch. Indeed they are the embodiment of Allah’s love and compassion.

Refugee girl/Afghanistan

©Jesuit Refugee Service

Donnerstag, 07. Dezember 2017

THE IMPORTANCE OF BEING AND DOING

Since the beginning of May 2017, we, the Steyler sisters SSpS, are present in Athens, living with the refugees and collaborating with JRS.

In our torn and divided world today, this is an opportunity to reflect upon our patterns in order to strengthen our relationship with God and one another. Life provides ample of opportunities to be someone different: different in our attitude, different in our commitment, different in our outlook, different in our service etc.

We are happy to experience this difference in our mission in Greece: a different outlook of our presence. We, all of us, are used to doing routine jobs. But here we are able to differentiate the importance of doing and being.

The world, which is full of violence and injustice, has forgotten the value of life. Refugees merge into safer places for the life and security which their mother land is unable to provide. It`s painful to see notes of frustration in the faces of these refugees when they recall the journey of exodus. We see their struggles to cope up with a new culture, new mentality, new risks etc. in new countries. Yet they do not give up hope for the better and a secure life.

We, the community, fully take part in the life of refugees. We have realized how important it is to be there with our presence just to lend an ear to their stories. The healing they experience when we hold their hands, the strength they receive when they put their head on our shoulder, the comfort they experience when they receive a hug from us. It`s altogether a different God- and faith-experience for us.

The energies of the Spirit are differently used in our ministries: we accompany them to hospital, school, lawyers, market etc. just to make them feel that we are part of the same family. We experience in return the love and care of the refugees. They share with us meals, sweets, smiles, kind words, understanding of the situation…. So for SSpS in Greece this is the meaning of BEING. It’s more than doing.

We are greatful to God and the congragation for choosing us to be here for a cause and allowing us to know the power of our being here rather than doing.

Steyler Missionsschwestern SSpS aus Griechenland 

©Steyler Missionsschwestern

Mittwoch, 06. Dezember 2017

Ich bin Mohamad Alzouin aus Syrien. Mit meiner Frau und meinen zwei Söhnen lebe ich seit zwei Jahren in Österreich. Es ist ein nettes Land. Die meisten Menschen, die ich getroffen habe, mögen Flüchtlinge. Mir ist wichtig, dass Österreich ein demokratisches Land ist und die Rechte aller Menschen garantiert.

Ich habe viel getan, um mich zu integrieren. Ich habe zwei Monate nach meiner Ankunft begonnen, Kinder ehrenamtlich in der arabischen Sprache zu unterrichten. Jetzt lerne ich Deutsch, der Integrationsfonds unterstützt mich dabei. Das Habibi-Projekt > www.habibi-projekte.at lädt meine Familie und mich ein, um unsere Integration zu unterstützen.

Den Österreichern will ich sagen, dass die meisten syrischen Flüchtlinge gerne kleine Firmen gründen würden, aber an Hürden wie der Finanzierung scheitern. Ich muss Ressourcen finden, weil ich mit guten Ideen ein Leben ohne Mindestsicherung führen will, und weil ich anderen helfen will, die Hilfe brauchen. Ich danke dem österreichischen Staat und den Menschen hier, die uns helfen. Danke, Österreich!

Mohamad Alzouin aus Syrien

Dienstag, 05. Dezember 2017

The European environment in general is very fertile for people who have an ambition to pursue. In different ways it may seem much easier to achieve something compared to other places. The law gives everyone the right and the possibility of achieving any project characterized by a certain success, but that does not come as easy as people living outside the European Union imagine. Every successful project or idea needs people who are persistent and efficient in achieving their goals.

At the first moment when one of them asks this question, the fastest answer is that the city of Vienna has been selected for the fifth consecutive time as the best city to live in the world. If we stick to the question a little and ask why Vienna provoked this honor by those years we will find many reasons. The most important thing is that the Austrian people in general are cooperative people and they love to help others in addition to having a strong law. It respects all ideas and beliefs, it entitles you to your right to embrace the thought that you want and express it freely as long as it does not incite the suppression of liberty and the complexities of others. The educational institutions and the foundation and the judicial etc. institutions aim to develop the citizen and the state.

My message to EU politicians is that they remember the bitter history of all Europe because of the political fanaticism that produced bloody wars that were paid by entire peoples and successive generations. They have to deal with the files presented with flexibility and to think about solving the problem and not thinking about the problem itself, because that makes it worse.

A Journalist from Iraq

Montag, 04. Dezember 2017

Vor vier Jahren ist unsere Familie aus Syrien nach Österreich gekommen. Wir sind armenisch-katholisch und haben drei Kinder: eine Tochter, sie ist sieben Jahre alt, und zwei Söhne, die in Österreich geboren sind, sie sind ein und vier Jahre alt.

In Syrien war ich Mathematiklehrerin und mein Mann war Goldschmied mit einem eigenen Geschäft. Vor dem Krieg war alles gut, aber weil mein Mann viel mit Gold zu tun hatte, ist es im Krieg besonders gefährlich für meine Familie geworden, weil das Gold für viele Menschen wichtiger als unser Leben geworden ist.

Wir finden das Leben in Wien sehr gut. Wir sind froh, dass es hier keinen Krieg gibt, dass wir in Sicherheit leben können, und dass alles (Kindergarten, Schule, Gesundheitswesen, öffentlicher Verkehr,…) gut geregelt ist.

Wir sind dankbar, dass es viel Hilfe und Unterstützung für uns gibt – von der Caritas, von Privatpersonen, vom AMS, vom Fonds Soziales Wien, durch die Mindestsicherung zu Beginn, vom ÖIF, vom Kindergarten, der Schule und vielen mehr.

Für mich ist es oft schwierig, zu den vielen verschiedenen Ämtern zu gehen und zu erklären, was wir brauchen. Ich hoffe, dass ich bald einen Platz im Deutschkurs B1 bekomme, und möchte sehr gerne wieder als Mathematiklehrerin arbeiten. Ich freue mich, dass es einen Kurs für Lehrer aus Syrien geben wird, damit sie in Österreich unterrichten dürfen, und möchte diesen nächstes Jahr gerne machen.

Mein Mann versucht seit zwei Monaten, sein eigenes Geschäft aufzubauen. In Syrien hatte er viele Jahre ein eigenes Geschäft mit Mitarbeitern und alles war sehr gut. Hier in Österreich ist das System ganz anders und er weiß oft nicht, was er machen soll. Jetzt gerade wäre eine Mitarbeiterin sehr hilfreich, die ihm ein paar Stunden in der Woche bei der Korrespondenz, den formalen Sachen und mit dem Computer helfen kann, aber er kann kein zusätzliches Gehalt zahlen. Jetzt am Anfang ist es gerade sehr, sehr schwer… in dieser Zeit wäre eine Unterstützung sehr hilfreich. Sobald wie möglich würde mein Mann dann alles wieder alleine machen. Jetzt bräuchte er Hilfe beim Selbständigwerden in Österreich.

Wir freuen uns sehr, hier in Sicherheit leben zu können und hoffen, dass wir beide wieder gut arbeiten können und nicht mehr abhängig sein müssen.

Waad Malkon & Bashar Yonan/ Syrien

©Kerstins, Caritas

Sonntag, 03. Dezember 2017 - 1. Adventssonntag

Hello everyone, I am Safiullah, I came as a refugee three years ago from Afghanistan, Kabul. My life was there in big danger, I was persecuted by Taliban, because I worked for the American. They wanted to kill me and Taliban have a big network all over Afghanistan, so I could not stay any longer in Afghanistan. The biggest problem was that I had to run away without my familiy, because my child was only 4 years old and it was too dangerous for my wife and my daughter to risk the long way out of Afghanistan through the mountains.

When I came finally to Austria, I had hope to be in a safe country. The waiting time in the asylum procedure is very hard for me, separated from my family and without friends. I felt very lonely. I am always scared about my familiy, because Afghanistan is very dangerous.

In the beginning I had to stay for three months with 8 other refugees in one tent in a big refugee camp. In winter time it was very cold, the rain came into the tent.

With time I found some good friends and I got in touch with Austrian people, this makes me happy. I feel in Austria safe and secure. Now I speak already a little bit German. This will help me to get easier in contact with the people here.

During the asylum procedure I am not allowed to work, this is difficult, because empty time makes me thinking much about my family, so I am often sad. I have the dream that one day I can  live with my family in security, here in Autria.

Safiullah K./ Afghanistan

Samstag, 02. Dezember 2017

Was hilft mir, was hindert mich? Das, was mir Hoffnung gibt, Freude am Leben, und was mich durch alle schweren Prüfungen des Lebens unterstützt, ist, dass ich eine Familie gefunden habe (Brot & Rosen) voller Liebe. Sie sind mir eine große Hilfe und auch eine Therapie, die mir die Kraft gibt, weiter zu kämpfen in dieser Welt, die so hart und fremd ist für mich.Die Situation des Asyls ist sehr schwierig für mich, da ich nicht weiß, welche Entscheidung die Regierung Deutschlands treffen wird, was mein Leben mit Gedanken anfüllt, mit Schmerz über all das, was ich durchgemacht habe in meinem bisherigen Leben. Das setzt einen Block der Unruhe in mein Herz und in meinen Kopf.

Blanche T./ Elfenbeinküste

©Yones Ahmad

Freitag, 01. Dezember 2017

„Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen.“

(Mt 25,35)